Wie Sie mit Google Werbung mehr Interessenten erreichen ohne dabei pleite zu gehen

Google Werbung Titelbild

Kennen Sie das? Ihre Webseite ist online. Sie haben viel Zeit und Geld in die richtigen Bilder, gute Texte und das Design investiert.

Alles ist bereit für den großen Ansturm an Kunden. Und es passiert…

…erstmal nichts.

Mit meiner ersten Webseite ging es mir ähnlich. Große Hoffnungen, aber keine Ergebnisse. Der Grund dafür ist einfach:

Es kamen keine Besucher auf die Seite.

Und warum?

Weil sie kein Schwein gefunden hat. Sie tauchte weder in der Google Suche auf der ersten Seite auf, noch war sonst irgendwo ein Hinweis auf die Seite zu finden.

Wenn es Ihnen ähnlich geht und Sie möchten, dass Ihre Webseite bei Google gefunden wird, um konstant neue Besucher auf Ihre Webseite zu locken und Anfragen zu generieren, dann ist Google Werbung in den Suchergebnissen vielleicht genau das richtige für Sie.

Warum?

Durch Google Adwords können Sie dafür sorgen, dass Suchende genau Ihr Angebot finden.
Mit Adwords neue Besucher anziehen
In diesem Artikel verrate ich Ihnen, wie Sie Ihre perfekte Zielgruppe ganz einfach mit Google Adwords erreichen können, ohne dass Ihr Geldbeutel dabei zu sehr darunter leidet.

Und welche Fallstricke dabei auf Sie lauern können.

Disclaimer: Um vollkommen transparent zu sein: Wenn ich schreibe, dass es einfach ist, dann meine ich damit, dass im Prinzip jeder, der einen Computer bedienen kann bei Google Adwords Anzeigen schalten kann. Gute Ergebnisse zu erzielen erfordert allerdings eine intensive Einarbeitung in das Thema und einige Tests, die wiederum Zeit und Geld kosten. Wie überall im Leben gibt es keine Abkürzung und Google Werbung ist auch kein Weg, um schnell reich zu werden. Bei unvorsichtigem Umgang mit Adwords können Sie Ihr Werbebudget auch schnell ohne Erfolg verschwenden.

In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, wie meine Erfahrungen mit Adwords sind, welche Überlegungen Ihnen helfen und was Sie tun können, damit Sie heraus finden, ob Google Werbung das Richtige für Sie ist.

Der Schlüssel zu mehr Besuchern und mehr Anfragen: Google Werbung

Google bietet mehrere großartige Möglichkeiten, Ihre Werbung genau auf Ihre Zielgruppe und Ihre Ziele abzustimmen.

Aber Moment mal!

Eine Frage, die Ihnen vielleicht gerade in den Sinn kommt könnte lauten, ob man Dienstleistungen oder Produkte mit Werbung bei Google überhaupt profitabel verkaufen kann.

Meine ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Und zwar auf viele Faktoren.

Faktoren, wie Budget, Preis der Dienstleistung oder des Produktes, Region, Konkurrenz, Ihre Marge und vieles mehr.

Nichts desto trotz:

Werbung mit Google profitabel zu betreiben ist definitiv möglich.

Denn: Im Gegensatz zu anderen Werbeformen können Sie selbst bestimmen, wie viel Geld Sie wann genau dafür ausgeben und wer Ihre Werbung zu Gesicht bekommt.

Somit haben Sie jederzeit die volle Kontrolle. Und wenn Sie den Eindruck haben, dass es für Sie nicht funktioniert, können Sie jederzeit stoppen.

Aber der Reihe nach:

Drei Gründe, warum Google Adwords einen Versuch wert ist!

In den kommenden Abschnitten habe Ich Ihnen aufgelistet, warum Google Werbung aus meiner Sicht für viele Unternehmer einen Versuch wert ist.

Grund #1 – Direkte Ansprache von Interessenten

Ich weiss, dass 50% meines Werbebudgets funktionieren. Ich weiß nur nicht, welche 50%.

Henry Ford.

Diese Aussage, die Henry Ford zugeschrieben wird, zeigt, dass es früher extrem schwierig war, das eigene Angebot vor die Augen der richtigen Zielgruppe zu bringen.

Werbung war breit gestreut (Zeitung, Radio, Fernsehen) und man musste hoffen, dass Sie den richtigen Leuten vor die Füße fällt.

Heute ist das ein gutes Stück einfacher geworden.

Warum?

Sie können Anzeigen direkt im Sichtfeld Interessenten platzieren

Das geniale ist, dass Ihnen Werbung mit Google Adwords erlaubt, Ihr Angebot genau im Sichtfeld derjenigen zu platzieren, die nach Ihrer Dienstleistung oder etwas sehr ähnlichem gesucht haben.
Adwords Anzeige
Das heißt, Ihre Werbung wird nicht nur am richtigen Ort, sondern sogar noch zum richtigen Zeitpunkt ausgespielt.

Natürlich wird nicht jeder, der Ihre Werbung sieht, sofort unbedingt bei Ihnen kaufen wollen.

Vielleicht hat er gerade erst begonnen, nach einer Lösung für ein Problem zu suchen und ist noch nicht bereit, zu investieren.

Oder Ihre Positionierung und Kundenansprache ist nicht genau auf sein Problem zugeschnitten.

Nichts desto trotz können Sie so ihr Angebot vor die Augen potenzieller Interessenten zerren. Und damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Mit Retargeting können Sie beispielsweise dafür sorgen, dass Ihr Unternehmen immer wieder vor dem Auge Ihrer Webseitenbesucher auftaucht.

Grund #2 – (Fast) perfekte Kontrolle

Ein weiterer toller Vorteil ist der Grad an präziser Kontrolle, den Sie über viele Faktoren haben: Ihr Budget, Ihre Zielgruppe, die Suchbegriffe, die Tageszeit.
Kontrolle über Google Werbung: Zeitplan, Geräte usw
Alles Dinge, die Ihnen bei breit gefächerter Werbung, bspw. in der Tageszeitung oder im Radio nicht überlassen sind.

Kontrolle über das Budget

Sie können selbst bestimmen, welchen Betrag Sie pro Tag ausgeben möchten. Und das fängt bei sehr geringen Beträgen an.

Sie können bspw. eine Kampagne anlegen, die nur 1 Euro pro Tag verschlingt. Ob ein so geringer Betrag allerdings sinnvoll ist, sei dahin gestellt. Wichtig ist, dass Sie auf unkomplizierte Art testen können, ob Werbung in Suchmaschinen für Sie Sinn macht.

Die richtige Zielgruppe ansprechen

Sie möchten Ihr Werbebudget bestimmt nicht wahllos raushauen, oder? Google Adwords ermöglicht Ihnen bspw. über die Wahl der Suchbegriff einerseits, aber auch über die Wahl der Zielgruppe, zu bestimmen, wer Ihre Anzeigen sehen kann.

Im Displaynetzwerk können Sie sogar kurzfristig Interessierte ansprechen sowie Menschen, die sich längerfristig für ein Thema interessieren.

Turnschuhe für Läufer, Bohrmaschinen für angehende Bauherren

Wenn sich also jemand regelmäßig auf Webseiten zum Thema Laufen aufhält, können Sie demjenigen Display-Werbung für Turnschuhe zeigen.

Im Gegenzug könnte man jemanden, der sich in den letzen Wochen für Hausbau, Türen, Fenster und Farbe interessiert, Werbung für Bohrmaschinen vorsetzen.

Eingeschränkte Zielgruppenansprache im Suchnetzwerk

Bei der Suche über Google lässt sich die Zielgruppe neben Suchbegriffe eingrenzen. Man kann weiterhin Retargeting Listen nutzen oder Nutzer, die ein ähnliches Profi wie bisherige Webseiten Besucher aufweisen ansprechen.

Zielregionen

Sie bieten Ihre Dienstleistungen vor allem regional an? Perfekt, per Google Werbung erreichen Sie potenzielle Kunden genau in Ihrem Gebiet.

Sie können wählen, ob Ihre Anzeigen nur innerhalb der Stadtgrenzen, in einem Radius um Ihr Geschäft, in bestimmten PLZ Bereichen oder bundesweit angezeigt werden.

Uhrzeiten & Geräte

Ihre Kunden sind immer nur von Montags bis Freitags 08:00 bis 14:00 Uhr online? Und das auch noch vorrangig mit dem Smartphone?
Kein Problem! Google Werbung ermöglicht es Ihnen, Ihre Anzeigen genau darauf auszurichten.

Sie können bspw. entscheiden, dass Ihre Anzeigen nur auf Smartphones zwischen 16:00 und 18:00 Uhr ausgespielt werden.

Zudem können Sie breit gefächert starten und so heraus finden, zu welcher Zeit und auf welchem Gerät Ihre Anzeigen am profitabelsten sind.

Und damit sind wir schon beim nächsten Punkt:

Ergebnisse Ihrer Aktivitäten genau messen

In der heutigen Zeit müssen Sie nicht mehr schätzen, welcher Teil Ihres Budgets der wirkungsvolle ist. Sie erhalten eine Vielzahl an Auswertungsmöglichkeiten, um zu überprüfen, ob Ihre Aktivitäten zu den gewünschten Zielen führen.

Reporting, Berichte & Auswertung

Google bietet Ihnen eine Vielzahl an Reports, Zahlen und Auswertungen an.

Die gilt es, regelmäßig zu besichtigen.

Denn:

So erfahren Sie, was funktioniert und was nicht.

Eine Voraussetzung dafür ist, dass Sie das so genannte „Conversion Tracking“ einrichten.

Conversion Tracking einrichten, um zu erfahren, welche Klicks zum gewünschten Ergebnis führen

Als Conversions werden vorab definierte Interaktionen mit Ihrer Online Präsenz bezeichnet. Beispielsweise kann das Absenden eines Kontaktformulars eine Conversion sein, ein Anruf Ihrer Telefonnummer, ein Kauf in Ihrem Onlineshop oder die Anmeldung zu Ihrem Newsletter.

So können Sie ganz einfach messen, welche Suchbegriffe, Anzeigen, Tagesezeiten und Geräte für Sie am besten performen.

Und nicht nur das:

Zudem erfahren Sie, wie viel Sie pro Conversion ausgegeben haben.

Daraufhin können Sie Ihre Aktivitäten dann in diese Richtung optimieren.

Wie Sie das Tracking genau einrichten erfahren Sie hier.

Grund #3 – Günstige Tests mit Google Werbung

Sie wissen gar nicht so viel über Ihre Zielgruppe? Durch Werbung bei Google können Sie auch eine Menge Informationen finden.

Google Adwords zeigt Ihnen, wie Altersstruktur, Standort und Geschlecht der Menschen, die auf Ihre Anzeige geklickt haben.

Zudem ermöglicht Ihnen Google, Ihre Werbeideen mit begrenzten Budget zu testen. Bringt ein Test die gewünschten Ergebnisse, können Sie die Kampagne verfeinern.

Bringt er keine Ergebnisse, stoppen Sie ihn einfach und gehen zum nächsten Test über.

So können Sie schnell herausfinden, wie viele Menschen Sie mit einer Anzeige erreichen können oder ob sich für ein Produkt profitabel Werbung schalten lässt.

Allerdings gibt es für den erfolgreichen Umgang mit Adwords ein paar Dinge, die Sie wissen sollten.

Bevor Sie also enthusiastisch loslegen, lesen Sie erst noch den Rest des Artikels 🙂

Worauf müssen Sie achten, um mit Google Adwords Werbung erfolgreich Kunden anzuziehen?

Google Adwords ist ein großartiges Tool, aber nicht ganz ohne Fallstricke! Man sollte sich intensiv einarbeiten, denn sonst besteht die Gefahr, sein Geld einfach zum Fenster raus zu schmeißen.

Das wichtigste Tool – Ihr Kopf

Um am Ende einen positiven Return on Investment zu generieren, sprich mehr einzunehmen, als auszugeben, sollten Sie sich vorher Gedanken machen, was Sie eigentlich erreichen möchten und wie Ihre Kostenstruktur aussieht!

Ein klares Ziel hilft, profitabel Werbung zu machen

Mit klarem Ziel ist gemeint, sich vorher bewusst zu machen, was man mit der neuen Kampagne erreichen möchte:
Möchten Sie:

  • Die Bekanntheit Ihres Unternehmes im Allgemeinen steigern?
  • Mehr Besucher auf Ihre Webseite bringen?
  • Durch Ihr Wissen als Experte für ein bestimmtes Thema wahrgenommen werden?
  • Neue Abonennten für Ihren Newsletter und Ihr eMail Marketing gewinnen?
  • Direkt neue Kunden zu einem bestimmten Betrag gewinnen?
  • Besucher Ihrer Webseite ein unwiderstehliches Angebot unterbreiten?

zu Beginn sollten Sie definieren, welchen Betrag Ihnen Ihr jeweiliges Ziel wert ist. Denn nur dann können Sie beurteilen, ob Ihre Kampagne erfolgreich ist, oder eben nicht.

#1 – Verstehen der Google Adwords Struktur

Der nächste Schritt ist, ein grundlegendes Verständnis der Struktur von Google Adwords zu erlangen.

Ein Adwords-Account ist aufgeteilt in Kampagnen und Anzeigengruppen. Eine Kampagne kann mehrere Anzeigengruppen beinhalten und eine Anzeigengruppe mehrere Anzeigen, die wiederum einer Gruppe von Suchbegriffen zugeordnet sind.

Mehr dazu können Sie von Google selbst im kostenfreien Adwords Training, Google´s Academy for Ads, erfahren. Auch auf Deutsch erhältlich und recht verständlich aufgebaut.

#2 – Keywords verstehen – In drei Schritten zur perfekten Strategie

Keywords sind diejenigen Wörter, bei deren Eingabe in die Suchmaschine Sie möchten, dass Ihre Anzeige erscheint.

Google gibt uns hier eine Vielzahl an Möglichkeiten und die Art der Suchbegriffe, die wir Menschen in Suchmaschinen eingeben, ist manchmal recht abenteuerlich.

Daher empfiehlt es sich, vor dem Start der Anzeigen drei Schritte zu durchlaufen, die sicher stellen, dass Ihre Anzeigen tatsächlich nur bei relevanten Suchen auftauchen.

Schritt #1 – Die Keyword- Recherche in vier Schritten

Hierzu benötigen Sie als aller erstes wieder das wichtigste Tool – Ihren Kopf.

A – Identifikation von Zielgruppen

Bevor Sie sich über Keywords für Ihre Google Werbung Gedanken machen, sollten Sie sich einmal die Zeit nehmen und kurz darüber nachdenken, wer in Ihrer Region beispielsweise nach Ihrer Dienstleistung suchen könnte.

Sind Sie Maler, könnten das einerseits Hausbesitzer sein, die Ihr Haus neu streichen lassen möchten. Andererseits suchen vielleicht auch Menschen, die in eine andere Wohnung ziehen nach Malerdienstleistungen.

Zu guter letzt sollte man sich Fragen, wer nach etwas ähnlichem sucht, der Ihre Dienstleistungen aber nicht braucht. Beispielsweise jemand, der eine Malerlehre machen möchte oder jemand, der sich für Malerfarben interessiert.

B – Brainstorming

Im nächsten Schritt der Keywordrecherche gilt es zu überlegen, welche Suchbegriffe Ihre potenziellen, in Schritt eins identifizierten Interessenten, bei Google eingeben. Für einen Maler beispielsweise: „Malermeister in der Nähe“, „Maler in Köln“, „bester Maler in Köln“ und so weiter.

Wenn Sie ein paar Ideen haben, kann Ihnen ein Tool wie der Keywordplanner von Google weiter helfen. Hier können Sie einige Ihrer Keywords eingeben und der Planner spuckt Ihnen weitere Ideen aus.

Danach sollten Sie sich auch noch kurz Gedanken machen, für welche Keywords Ihre Anzeige nicht erscheinen sollte, bspw. „Malerfarben“, „Malerlehre in Köln“, „Maler lernen“ und so weiter.

C – Strukturieren

Haben Sie einige Keywords gefunden, gilt es diese zu strukturieren. Am besten getrennt in verschiedene Themenbereiche.

Eine Gruppe mit Keywords könnte alle Begriffe im Zusammenhang mit „Fassade streichen lassen“ beinhalten, eine könnte Keywords mit regionalem Bezug beinhalten, wie „Maler in Köln“ und eine Begriffe wie „Maler für Wohnungsrenovierung“.

Der Grund für diese Struktur ist, dass Ihre Anzeigengruppen in den späteren Schritten so strukturiert sein werden.

D – Überprüfen

Im letzten Schritt überprüfen Sie, ob und wie oft Ihre Keywords werden überhaupt gesucht werden und welchen Betrag Sie für einen Klick zu dem jeweiligen Keyword in etwa bieten müssen, damit Ihre Anzeige erscheint.

Denn es macht keinen Sinn, sich auf einige Suchbegriffe zu verlassen, die so gut wie nie „gegoogelt“ werden, die zu günstig oder zu unprofitabel sind.

Eine sichere Aussage über Suchvolumen und Kosten lässt sich zwar erst treffen, wenn Ihre Kampagne tatsächlich online ist. Allerdings können Sie vorher mit Tools wie dem kostenfreien Keywordplanner oder dem teilweise kostenfreien Tool kwfinder zu einer groben Einschätzung gelangen.

Schritt #2 – Keywordoptionen verstehen – und Gefahren umschiffen

In Sachen Keywords wartet ein kleiner, aber gefährlicher Stolperstein auf uns. Die Keyword Optionen!

Google stellt uns viele Möglichkeiten in der Verwaltung von Adwords bereit. Eine davon ist die Auswahl von Suchbegriffen, für die unsere Anzeigen auf den Suchergebnisseiten erscheinen sollen.

Und hier gilt es vorsichtig zu sein!

Denn:

Standardmäßig passiert folgendes, wenn man einen Suchbegriff in Adwords eingibt:

Standaradeinstellung „weitgehend passend“

Google weist diesem Begriff die Eigenschaft „weitgehend passend“ zu.

Was bedeutet das?

Ein Beispiel: Nehmen wir den Suchbegriff „Gartenbau Hamburg“. Google zeigt nun Ihre Anzeigen nicht nur für genau diesen Begriff, sondern für alle Begriffe, die in die Suchmaschine eingegeben werden und irgendwie auch entfernt etwas damit zu tun haben.

Bspw. auch für den Term: „Wie werde ich Gartenbaumeister in Hamburg?“ oder „Beste Pflanzenwahl für Gartenbau in Hamburg“. Es könnte sogar so etwas heraus kommen wie: „Wie baue ich meinen Garten im Frühjahr in Hamburg auf?“

Merken Sie, welche Auswirkungen das Ganze haben kann?

Genau!

Irrelevante Klicks und höhere Kosten vermeiden

Mit der Option „weitgehend passend“ erscheinen Ihre Anzeigen für jede Menge irrelevante Suchbegriffe.

Sie möchten auf keinen Fall, dass jemand bei solch einem Suchbegriff auf Ihre Anzeige klickt.

Warum?

Weil Sie dem Suchenden auf Ihrer Webseite überhaupt nicht das bieten, worauf er eine Antwort sucht. Und das hat Folgen:

Erstens bezahlen Sie für den Klick, ohne auch nur die geringste Aussicht auf eine Anfrage zu haben.

Und zweitens nimmt Google wahr, wie lange jemand auf Ihrer Webseite war. Daraus schätzt der Algorythmus der Suchmaschine, wie relevant Ihre Webseite für die Suche war.

In diesem Fall nicht sehr relevant. Ihre Anzeige wird daraufhin als nicht besonders relevant eingeschätzt und die Preis für das Auftauchen in den Ergbnissen steigt.

Hier ein Beispiel dafür: Gesucht wurde nach „Maler Koblenz Lehre“. Die Anzeigen sind aber auf den Verkauf von Malerlesitungen in Koblenz oder in Lehre ausgerichtet.

Beides nicht wirklich ideal.
Adwords Keywordoption weitgehend passend

Was dagegen hilft?

Andere Keyword-Optionen nutzen, um für relevante Begriffe aufzutauchen und Kosten gering zu halten

Glücklicherweise gibt es noch weitere Optionen, nämlich [genau passend], „passende Wortgruppe“ oder +modifziert +weitgehend +passend“.

Im folgenden ein kurzer Überblick darüber, was die jeweilige Option genau bewirkt.

Genau passend

Beispiel für die Keyword Option genau passend
Nutzen Sie entweder die Option „genau passend“ (deutlich gemacht über eckige Klammern um den Suchbegriff: [Gartenbau Hamburg]). Jetzt tauchen Ihre Anzeigen nur auf, wenn jemand genau diese Wörter oder Wortkombination bei Google eingibt.

passende Wortgruppe

Die zweite, etwas breiter streuend Möglichkeit ist die Option „passende Wortgruppe“ (erkennbar an Anführungszeichen: „Gartenbau Hamburg“). Hier tauchen die Anzeigen auf, wenn die beiden Worte in einer größeren Wortgruppe genau in dieser Reihenfolge gesucht werden.

Modifizierte weitgehend passende Keywords

Eine weitere Möglichkeit, die Suche zu begrenzen ist die Nutzung von modifizierten weitgehend passenden Suchbegriffen, erkennbar am Pluszeichen: +Gartenbau +Hamburg.

Hier spielt die Reihenfolge der Begriffe keine Rolle mehr und es werden auch Anzeigen geschaltet, wenn eine leicht veränderte Schreibweise zum tragen kommt, bspw. der Plural eines der Begriffe, wie in Gartenbauer Hamburg. Auch Falschschreibweise werden berücksichtigt.

Negative Keywords

Mit negativen Keywords können Sie Begriffe ausschließen, zu denen Sie nicht auftauchen möchten.
Beispielsweise „Malerfarben“, „Lehre“, „Ausbildung“, „arbeiten als“ und viele weitere mehr.
Negative Keywords erkennt man am kleinen Minus vornedran: „-Malerfarben“.

Mit der Zeit sollten Sie immer wieder überprüfen, für welche Suchbegriffe Ihre Anzeigen geklickt werden. Daraufhin erhalten Sie weitere Ideen für auszuschließende Keywords.

Das waren die grundlegenden Infos, die Sie zum Umgang mit Keywords brauchen.

#3 Kampagnen und Anzeigengruppen einrichten

Erinnern Sie sich an den Schritt, in dem Sie Ihre Suchbegriffe thematisch geordnet haben? Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, das ganze wieder hervor zu kramen.

Denn:

Als nächstes richten wir Ihre Kampagnen und Anzeigengruppen ein.

Was der Unterschied ist?

Kampagne = das größere Ganze

Eine Kampagne ist nach Ihrem Account die höchste Einheit, in der Sie verschiedene Anzeigengruppen gruppieren können. Zudem können Sie hier globale Einstellungen vornehmen.

Beispielsweise wird bestimmt, wie hoch Ihr Tagesbudget ist, in welcher Region, Stadt oder Land Ihre Anzeigen geschaltet werden oder zu welcher Tageszeit Ihre Anzeigen auftauchen.

Möchten Sie Ihre Anzeigen oder Suchbegriffe auf dieser Ebene differenzieren, sollten Sie dazu verschiedene Kampagnen anlegen.
Struktur eines Adwordsaccounts in Kampagnen und Anzeigengruppen

Anzeigengruppe

Anzeigengruppen enthalten Ihre jeweiligen Suchbegriffe und dazu passende Anzeigen.

Pro Anzeigengruppe lassen sich mehrere Anzeigen für die gleichen Suchbegriffe anlegen, allerdings müssen alle Anzeigen auf die gleiche URL verweisen.

Auf dieser Ebene kommen Ihre thematisch geordneten Keywords zum Einsatz. Für jede Kategorie/ jedes Thema erstellen Sie eine Anzeigengruppe und befüllen Sie mit Ihren Suchbegriffen.

Wer mehr Informationen zu Kampagnen und Gruppen haben möchte, erhält diese bspw. hier bei Google.

Weiter zum nächsten Schritt

#4 – Gut laufende Anzeigen erstellen

Google Adwords bietet einige verschiedene Möglichkeiten, Anzeigen zu erstellen. In diesem Artikel beschäftigen wir uns erst einmal nur mit Anzeigen in den Suchergebnissen. Diese enthalten standardmäßig drei Teile:

Titel, Link und Text

In Ihrer Standardausrichtung stehen genau diese Elemente zur Verfügung und viel Platz hat man auch nicht.

Bei der Formulierung Ihrer Anzeige haben Sie genau zwei Aufgaben:

1. Aufmerksamkeit wecken

Ein großer Teil der Aufmerksamkeit in den Suchergebnissen wird durch die Position des Ergebnisses auf der Seite generiert.

Je höher die Anzeige platziert ist, desto mehr Aufmerksamkeit erhält sie.

Sollten Sie verlockt sein, Ihre Anzeige so bunt und mit vielen Sonderzeichen wie nötig zu versehen, sollten Sie sich zurück halten.

Um den Regeln von Google zu entsprechen, wählen Sie einen Titel, der dem Suchenden genau sagt, was er zu erwarten hat und verzichten Sie auf Experimente in der Schreibweise.

Was Sie allerdings tun können, ist eines Ihrer Suchwörter im Titel der Anzeige zu platzieren. Allerdings wirklich nur einmal und nur so, dass der Titel semantische noch Sinn macht.

2. Die Suchenden zum Klick animieren

Wann klicken Sie auf ein Suchergebnis bei Google?

Genau!

Wenn Titel und Text versprechen, dass Sie nach dem Klick das präsentiert bekommen, wonach Sie gesucht haben.

Je nach Suche variiert das natürlich. Mal suchen Sie lediglich Informationen, ein anderes Mal brauchen Sie ganz dringend Hilfe. Beispielsweise wenn Sie nach eine Schlüsseldienst oder einer Apotheke suchen.

Ihre Aufgabe beim erstellen des Anzeigentextes ist es, sich in den Suchenden hinein zu versetzten und den Text möglichst so zu gestalten, dass er darauf klicken möchte.

Verbinden Sie das mit einer Handlungsaufforderung, wie bspw. „Jetzt kostenfreies Angebot erhalten“ und Sie sind bereit.

Um sich nicht darauf zu verlassen, dass man es mit der ersten Anzeige perfekt hinbekommt, empfiehlt es sich, verschiedene Anzeigen mit unterschiedlichen Titeln und Beschreibungen zu erstellen.

Ihre Anzeige optimieren mit Anzeigenerweiterungen

Obwohl Sie mit Titel, Text und Link schon bereit für den Kampf sind, gibt es noch eine Methode,
mit der Sie Ihren Anzeigen etwas mehr Raum in den Suchergebnissen verschaffen.

Anzeigenerweiterungen!

Diese Erweiterungen sorgen bspw. dafür, dass in manchen Anzeigen Telefonnummern oder weitere Zusatzinformationen auftauchen.

So nimmt Ihre Anzeige mehr Raum in den Suchergebnissen ein und wird öfter geklickt.

Die wichtigsten Ad-Erweiterungen im Überblick

Anruferweiterung

Google Adwords Anruferweiterung
Damit können Sie Ihre Telefonnummer in der Anzeige anzeigen lassen. Erhöht das Vertrauen und bei zeitkritischen Werbeanzeigen (Notdienste), kann direkt angerufen werden.

Sitelink-Erweiterungen

Google Adwords Sitelink Erweiterungen
Sitelinks sind kleine blaue Links unter einer Anzeige, die auf weitere relevante Seiten verweisen. Dies kann eine „über uns“ Seite, die „Kontakt“ Seite oder einfach weitere Dienstleistungen oder Produkte sein.

Erweiterung mit Zusatzinformationen

Hier können Sie weitere Informationen platzieren, bspw. wie lange Sie schon am Markt sind, wie schnell Sie einen Termin anbieten und weitere Infos.

Snippet-Erweiterungen

Hört sich erstmal komisch an, aber ganz wertvoll: Hier könne Sie Dienstleistungen oder Produkte erwähnen. Zum Beispiel kostenfreie Angebotserstellung, persönliche Beratung und weitere.

Standorterweiterung

Adwords Standorterweiterung
Hiermit können Sie in den Anzeigen Ihren Standort mitteilen.

Dies eignet sich vor allem für lokal agierende Unternehmen, Restaurants, Ärzte, Anwälte. Voraussetzung dafür ist ein google my business Account.

Bei der Erstellung der Standorterweiterung verbinden Sie diesen my Business- Account einfach mit dem Adwords Konto und schon kann es losgehen.

Der Clou daran:

Durch diese Erweiterung kann Ihre Anzeige auch ganz oben in den lokalen Google Maps Suchergebnissen auftauchen.

Es gibt noch mehr Erweiterungen, aber dies sind erstmal die gängigsten.

Wichtig zu wissen:

Es werden nicht immer alle Erweiterungen angezeigt. Google wählt selbst, welche Erweiterungen genutzt werden.

#4 – Überprüfen Ihrer Ergebnisse

Der letzte Schritt des Zyklus ist das Überprüfen, ob Ihre Ergebnisse Ihren zu Beginn aufgestellten Zielen entsprechen.

Das können Sie anhand der zahlreichen Reports und Analysen in Google Adwords tun.Auswertung von Google Adwords

Hier können Sie erfahren, wie viele Menschen Ihre Anzeigen gesehen haben, wie viele darauf geklickt haben und wie viele mit Ihnen in Kontakt gekommen sind.

Haben Sie Ihren Conversions sogar einen Wert zugewiesen, können Sie genau sehen, wie Ihre Werbeausgaben in Verhältnis zu Ihrem Gewinn stehen.

Und das in Abhängigkeit von Tageszeit, benutztem Gerät, Anzeige, Keyword und vielem mehr.

Google Analytics für mehr Details

Google Analytics verschafft Ihnen Zugang zu weiteren Daten, die sehr aufschlussreich sein können. Vor allem wenn Sie den Analytics Account mit Ihrem Adwords Account verknüpfen, erhalten Sie zusätzliche Möglichkeiten.

Auf einmal können Sie nämlich sehen, wie Ihre Besucher, die über Anzeigen auf Ihre Seite gelangt sind, mit Ihrer Seite interagieren.

Zum Beispiel: Wie lange sie geblieben sind. Das kann ein Indikator dafür sein, wie sehr Ihre Webseite Ihre Besucher anspricht.

Springen Sie nach 10 Sekunden wieder ab, stimmt etwas nicht. Bleiben Sie länger, ist alles in Ordnung.

Eine zu lange Verweildauer könnte allerdings auch bedeuten, dass die Besucher entweder nicht finden, wonach sie suchen, oder dass sie sich aufgrund der vielen Optionen einfach nicht entscheiden können.

Und so kommen wir schon zum letzten Punkt:

Die Webseite hinter dem Anzeigenklick

Kennen Sie das? Voller Begeisterung klicken Sie auf einen ansprechenden Anzeigentext.
Und dann?
Dann gelangen Sie auf eine Webseite, die dunkelgelben Text auf hellgelbem Hintergrund verwendet.

Vielleicht etwas übertrieben, aber der Punkt den ich ansprechen möchte: Es reicht leider nicht, großartige Anzeigen zu erstellen. Die dahinter stehende Webseite ist mindestens genau so wichtig.

Denn hier entscheidet sich, ob der neue Besucher auch das macht, was Sie sich wünschen. Eine Anfrage starten.

Gerät er nun auf eine Seite, auf der praktisch keine Information zu finden ist und die direkt den späten 90ern entsprungen scheint, ist er direkt wieder weg.

Warum?

Weil solch eine Webseite kein Vertrauen in ein Unternehmen aufbaut. Und: Niemand macht sich die Mühe auf einer Webseite lange nach Kontaktmöglichkeiten zu suchen.

Entweder sie sind gut sichtbar auf der Seite zu finden.

Oder…

..eben nicht. Und dann kann Ihre Webseite leider nicht das für Sie tun, was sie eigentlich soll: Neue Anfragen und Verkäufe generieren. I

n diesem Artikel über Webseitenoptimierung erfahren Sie, worauf Sie bei der Erstellung einer neuen Seite achten müssen.

Gute Nachrichten: Landing-Page statt Homepage

Die gute Nachricht für alle mit alter Homepage: Es muss nicht immer eine komplett neue Webseite sein. Da einzige was Sie brauchen ist eine so genannte Landingpage. Das ist die Seite, auf die jemand trifft, der auf eine Ihrer Anzeigen geklickt hat.

Und die enthält alles, wonach der- oder diejenige gesucht hat. Inklusive Kontaktdaten, Formulare und Informationen.

Fazit

In diesem Artikel habe ich Ihnen einen Überblick darüber gegeben, was Sie mit Google Werbung erreichen können. Außerdem haben Sie erfahren, was die gröbsten Stolpersteine sind und wie Ihre ersten Schritte Richtung Adwords aussehen können, um profitabel Google Werbung zu schalten.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Tipps? Hinterlassen Sie einen Kommentar!
Das ganze Thema ist Ihnen neben dem Tagesgeschäft dann doch etwas zu komplex und Sie hätten gerne Hilfe? Es wäre mir eine Ehre und Freude, Ihnen beim profitablen Neukundengewinn zu helfen.
Hier können Sie Kontakt mit mir aufnehmen.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Neben google existiert noch Microsofts Suchmaschine Bing. Auch dort kann man Werbung schalten. Hier gibt es zwar weniger Suchende, allerdings sind auch die Kosten geringer.

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